Arbeitsschutz-Newsletter 1/2020

Gefahren bei Arbeiten an Stetigförderern (Auszug DGUV 208-018)

Stetigförderer, z. B. Gurtförderer, Kettenförderer, Becherwerke, Schneckenförderer, Rollen- oder Kugelbahnen, Schwingförderer, etc., sind mechanisch, hydraulisch oder pneumatisch betriebene, ortsfeste oder ortsveränderliche Fördereinrichtungen zum Transport von Schütt- und Stückgütern.

Gurtförderer sind für die Anwendungsfälle des Transportes von Massengütern, wie z. B. Kohle, Steine, Erde, Erz, etc., die am häufigsten verwendeten Fördereinrichtungen. Die Gefahren, die von Gurtförderern selbst und von Arbeiten an Gurtförderern ausgehen, werden nachfolgend exemplarisch aufgeführt, gelten aber sinngemäß für alle Stetigförderer.

Gefahren durch in Betrieb befindliche Gurtförderer

  • Einziehen von Körperteilen durch den laufenden Gurt an Einzugsstellen
  • Herumschlagen von Werkzeugen/Gerätschaften und Gegenständen, wenn diese vom Gurt erfasst und in Einzugsstellen gezogen werden
  • Herabfallen oder Abrutschen des Fördergutes
  • Stürze beim Auf-, Ab- oder Übersteigen der Bandanlage

Arbeiten an Gurtförderern

  • Wartungsarbeiten, Durchführen von Reinigungs-, Pflege, Abschmier- und Nachstellarbeiten
  • Instandsetzungsarbeiten, Reparatur des Fördergurtes, Beseitigung von Störungen, Korrektur des Bandschieflaufs, Einstellarbeiten an Abstreifern und Seitenführungen
  • Inspektionsarbeiten, Öffnen von Einhausungen und Luken, Betreten des Fördergurtes zur Inspektion eines Schadens

Jeder Betreiber muss durch geeignete Maßnahmen gewährleisten, dass Arbeiten an Gurtförderanlagen sicher durchgeführt werden können. Es haben sich hierbei unterschiedliche Verfahren zur „Freischaltung“ bewährt, die letztendlich alle das Ziel verfolgen, dass eine abgeschaltete Gurtförderanlage gegen Wiedereinschalten und irrtümliches oder unbefugtes Ingangsetzen gesichert ist.

Jeder Nutzer hat die Pflicht, dass Freischaltverfahren des jeweiligen Anlagenbetreibers anzuwenden, aber auch das Recht, die Anwendung des Freischaltverfahrens einzufordern.

Haben Sie Anregungen zum sicherheitsgerechten Arbeiten? Sprechen Sie uns bitte an.

Frühjahrs-Check „Arbeitsschutz“

Januar – das neue Jahr hat begonnen und viele Dinge werden nun geplant.

Das Auto wird pünktlich zur TÜV-Untersuchung angemeldet, der Termin zur jährlichen Heizungsinspektion wird vereinbart, die Belege für die Steuererklärung werden schon mal sortiert und – nicht zu vergessen – der Jahresurlaub wird mit der Familie geplant.

So oder ähnlich organisieren wir uns in vielen Lebensbereichen. Alle Jahre wieder!
Warum dann nicht auch zu Themen des Arbeitsschutzes?!

Eine Checkliste erleichtert uns diese Organisation. Also ran! Machen Sie den Frühjahrs-Check „Arbeitsschutz“. Hier eine kleine Auswahl als Starthilfe:

  • Sind die Einträge im Sicherheitspass aktuell?
  • Wann stehen die nächsten arbeitsmedizinischen Untersuchungen an?
  • Sind die jährlichen Unterweisungen erfolgt und dokumentiert?
  • Ist die PSA vorhanden/vollzählig? Wurde die PSAgA geprüft?
  • Sind neue Gefahrstoffe im Einsatz? Liegen die Sicherheitsdatenblätter hierzu vor?
  • Sind die Betriebsanweisungen aktuell oder müssen diese überprüft und ggf. angepasst werden?
  • Wurden elektrische Betriebsmittel und Hebezeuge geprüft und die Prüfungen dokumentiert?
  • Wann steht die nächste HU für den Gabelstapler oder den Baustellen-LKW an?
  • Ist der Erste-Hilfe-Kasten auf der Baustelle vorhanden, vollständig und noch nicht abgelaufen? Wird das Verbandsbuch gepflegt?
  • Wurden Unfallereignisse/Beinaheunfälle der letzten Zeit diskutiert, um daraus zu lernen?
  • Kennen und nutzen Sie das „Sicherheits-Kurzgespräch“ zum Dialog mit Vorgesetzten/Kollegen?
  • Haben Sie Fragen an die Sicherheitsfachkraft/den Betriebsarzt? Notieren und adressieren Sie diese!

Haben Sie Anregungen zum sicherheitsgerechten Arbeiten? Sprechen Sie uns bitte an.

Starten Sie sicher ins Jahr 2020 – Alles Gute!