Arbeiten in Höhen ohne Absturzsicherung

Arbeiten mit Absturzgefahr bergen ein enormes Risikopotential und haben im Ereignisfall für die Betroffenen nicht selten erhebliche oder im schlimmsten Fall sogar tödliche Folgen. Haben sich baulichen Gegebenheiten geändert, wurden Laufstege, Zugänge oder Arbeitsbühnen demontiert, sind Boden- oder Wanddurchführungen offen und nicht abgedeckt und können somit Montagestellen nicht oder nicht mehr gefahrlos erreicht werden, sind bei den zu treffenden Arbeitsschutzmaßnahmen in erster Linie technischen Lösungen gefragt.

Die Beschäftigten müssen die geänderte, unsichere Montagesituation erkennen und ggf. unter Hinzuziehung der zuständigen Aufsicht auf diese Situation reagieren. In vielen Fällen können sichere Arbeitsbedingungen durch eine fachmännisch ausgeführte Einrüstung der Montagestelle, durch mobile Fahrgerüste oder Hubarbeitsbühnen herbeigeführt werden. Der Bau eigener „Hilfskonstruktionen“, z. B. das Auslegen des Absturzbereiches mit Holzdielen ist nicht zulässig! Keinesfalls darf – auch nicht in Einzel- oder sehr seltenen Fällen – ohne Absturzsicherung gearbeitet werden!

Nur dann (und nur dann!), wenn technische oder organisatorische Maßnahmen nicht oder nur mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand umgesetzt werden können, greift unter Beachtung der Gefährdungsbeurteilung, der persönliche Schutz in Form der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) als Auffang- oder Rückhaltesystem.

Fragen Sie sich bitte selbst:

Würden Sie Ihre Kinder dem Risiko aussetzen, ungesichert an einer Absturzkante zu arbeiten? Tun Sie es? Sind Sie Vorbild?

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