Gefahren beim Umgang mit Winden, Hub- und Zuggeräten

Der Einsatz von manuell oder maschinell betriebenen Hebezeugen, Winden und Ketten-/ Seilzügen ist im Montagebetrieb unerlässlich. Schnell sind Anschlagpunkte vor Ort gefunden und große Kräfte können mit vergleichsweise geringen Anstrengungen auf und an Bauteilen wirken, können schwere Lasten gezogen, gehoben und in Position gehalten werden. Dabei dürfen Hebezeuge, Winden, Seile, Umlenkrollen, Seilblöcke, Ketten-/ Seilzüge, Hebebänder, etc. nur ihrem Zweck sowie entsprechend der zulässigen Belastung verwendet werden. Die einfache, routinierte und im Ergebnis effektive Handhabung dieser Montagehilfsmittel birgt jedoch Gefahren, die häufig unterschätzt werden und zu schweren Unfällen führen können. Die mit einer vermeintlichen „Leichtigkeit“ eingeleiteten Kräfte sind im laufenden Arbeitsvorgang, insbesondere bei den maschinell betriebenen Arbeitsmitteln, trotz aller Sorgfalt schwer zu erkennen. Wann ist der Punkt der Überlastung erreicht? Halten die Anschlagpunkte? Hat das Seil / die Kette die Belastungsgrenze schon erreicht? Wer kann genau sagen, welche Kräfte im Moment wirken?

Und was passiert dann?

Waren die zu erwartenden Kräfte zu groß, hat der Anschlagpunkt nachgegeben, ist das Seil / die Kette / die Umlenkrolle gerissen, so entspannen sich die eingebrachten Kräfte unkontrolliert, schlagartig, ohne Vorwarnung. Die Last schnellt mit Gewalt in die Ausgangsposition zurück, das gerissene Seil schlägt wie eine Peitsche umher, die Montagesituation befindet sich in einem gefährlichen Zustand und ist kurzzeitig außer Kontrolle.

Was ist zu tun? Situation bewusst machen! Gefahr und Mensch trennen!

Informieren Sie sich genau über den Zug-/ Hubvorgang. Vergewissern Sie sich über den ordnungsgemäßen Zustand der Arbeitsmittel. Wenn Sie den Zug-/ Hubvorgang nicht einsehen können, stellen Sie die Kommunikation zu den Kollegen sicher. Gehen Sie gedanklich die Situation des Seilrisses durch. Wie und wohin wird das Seil schlagen? Wie und wohin wird sich die Last bewegen? Sperren Sie den Gefahrenbereich und insbesondere den zu erwartenden Schlagbereich des Seiles ab. Bedienen Sie Winden, Hub- und Zuggeräte aus einer möglichst sicheren Position. Stellen Sie sicher, dass sich niemand im Gefahrenbereich aufhält. Informieren Sie sich und Ihre Kollegen über den nächsten Flucht-/ Rettungsweg.

Machen Sie sich bewusst:

Versagen Komponenten von Winden, Hub- und Zuggeräten im Arbeitsprozess, sind die unkontrolliert freigesetzten Kräfte kaum zu beherrschen. Gehen Sie diese Arbeiten stets mit größter Sorgfalt und höchster Konzentration an.

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