Industrieschutzhelme

Der Industrieschutzhelm (im Folgenden auch „Schutzhelm“ oder „Helm“) hat, wie auch das Tragen von Arbeitsschutzschuhen und –handschuhen, eine hohe Akzeptanz in der Arbeitswelt. In vielen Bereichen der Industrie ist die Benutzung des Schutzhelmes „in Fleisch und Blut“ übergegangen. Ohne Schutzhelm die Anlage betreten, den Pausenraum verlassen oder eine Arbeit in einer ausgewiesenen PSA-Zone aufnehmen? Da fehlt doch was! Aber haben Sie sich Ihren Schutzhelm schon einmal genau angesehen? Wie viele Kratzer, Schrammen und kleinere Kerben können Sie feststellen?

Der links oben gezeigte Helm hat seine Funktion erfüllt und den Kopf „vor herabfallenden Gegenständen, pendelnden Lasten und Anstoßen an festen Gegenständen geschützt“. Die Materialeigenschaften der Schutzhelme verändern sich jedoch – unabhängig davon, ob zwischenzeitlich größere Kräfte auf den Helm eingewirkt haben – mit zunehmender Tragezeit, sodass die Schutzfunktion nur über einen festgelegten Zeitraum nach der Herstellung gegeben und der Helm nach Verstreichen der Frist auszutauschen ist. (Auszug aus: BGR 193)

Kennzeichnung
Industrieschutzhelme müssen wie folgt gekennzeichnet sein:

  • Name des Herstellers
  • CE-Kennzeichnung
  • Hinweis auf die DIN EN 397
  • Zeitpunkt der Herstellung (Jahr/Quartal)
  • Kurzzeichen des verwendeten Helmmaterials (z.B. UP-GF)

Industrieschutzhelme für besondere Einsätze sind zusätzlich gekennzeichnet.

Gebrauchsdauer
Die Gebrauchsdauer des Helmes richtet sich nach dem Helmschalenmaterial:

  • Duroplastisches Helmschalenmaterial (UP-GF, PF-SF): Austausch 8 Jahre nach Herstelldatum
  • Thermoplastisches Helmschalenmaterial (ABS,HDPE): Austausch 4 Jahre nach Herstelldatum

 

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