Routine - Macht der Gewohnheit

Das kennt wohl jeder. Geht die Arbeit zügig voran, sind die Handgriffe geübt, sind Abläufe eingespielt, die richtigen Werkzeuge vor Ort, läuft alles wie am Schnürchen, dann sind erfahrene, routinierte Mitarbeiter am Werk.

„Routine“ bezeichnet dabei eine bewusst erlernte, gezielt eingeübte und häufig angewendete Verhaltensweise. Vorbereitende Überlegungen und Entscheidungen für unser Handeln werden reflexartig getroffen und quasi „aus dem Ärmel geschüttelt“. Diese gewohnheitsmäßigen Verhaltensmuster erleichtern unser Leben. Sie lösen alltägliche Handlungsprobleme zur Entlastung vieler, kleiner Entscheidungen und vermitteln uns die Gewissheit, dass unser Tun wie immer zum Erfolg führen wird.


Vorsicht! Routine birgt die Gefahr der vermeintlichen Sicherheit!

Werden positive Verhaltensmuster hingegen gedankenlos und unaufmerksam umgesetzt, kann die Routine schnell zur Gefahr werden. Die Rahmenbedingungen des Handelns müssen vor Arbeitsbeginn unbedingt hinterfragt werden. Ändern sich diese Rahmenbedingungen, können sich aus einem vermutet, routinierten Arbeitsablauf schnell problematische und gefährliche Situationen entwickeln.

Also: Sind die Montagebedingungen vergleichbar mit denen der letzten Wochen? Ist der Anlagenzustand so, wie ich es zuletzt erlebt habe? Kann ich das gleiche Werkzeug nutzen oder benötige ich zusätzliche Hilfsmittel? Sind meine Kollegen über den Arbeitsauftrag und Arbeitsablauf auf dem gleichen Wissensstand? Sind die Arbeiten mit anderen Gewerken an der gleichen Anlage abgestimmt? Gibt es Besonderheiten zu Flucht- und Rettungswegen an dieser Baustelle?

Der Ausspruch „Haben wir immer so gemacht“ ist alleine kein Hinweis für Routine, sondern ein gefährlicher Anhaltspunkt für gedankenloses Handeln.

Lassen Sie dies bitte nicht zu! Bei aller Routine – bleiben Sie aufmerksam!

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