Biomonitoring

Der Betriebsarzt informiert:
Bei Ihrer Tätigkeit werden Sie durch die konsequente Verwendung der PSA, z. B. Schutzkleidung, Schutzhandschuhe, Atemschutz sowie ggf. durch den Einsatz technischer Schutzmaßnahmen, z. B. Absaugung, gegen Einwirkungen von Gefahrstoffen geschützt. Dennoch ist in der Arbeitsmedizinischen Vorsorgeverordnung zu Ihrer Sicherheit festgelegt, dass regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden müssen. In diesem Zusammenhang soll auch geprüft werden, ob trotz der oben genannten Schutzmaßnahmen Gefahrstoffe in Ihren Körper gelangt sind. Hierzu können Blut und Urin auf entsprechende Abbauprodukte hin untersucht werden. Wenn diese bestimmte Grenzwerte überschreiten, muss die Ursache hierfür geklärt werden.

Aber nicht nur im beruflichen Umfeld, sondern auch im privaten Bereich kommt jeder – mal mehr oder weniger – mit Gefahrstoffen in Kontakt (z.B. Kleber, Baustoffe, Reinigungsmittel, u.v.a.) und so können möglicherweise Abbauprodukte nachwiesen werden, obwohl am Arbeitsplatz alle Schutzmaßnahmen umgesetzt wurden. Auch stellt nicht jedes festgestellte Abbauprodukt zwangsläufig eine Gesundheitsgefahr dar, so dass neben dem allgemeinen Risiko keine zusätzliche Gesundheitsgefährdung besteht.

Zur Abwehr möglicher Gesundheitsgefahren wird Ihnen angeboten, diese freiwillige Untersuchung durch den Betriebsarzt durchführen zu lassen.

Auch diese Ergebnisse unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und werden dem Arbeitgeber nicht mitgeteilt, es sei denn, der Arbeitnehmer wünscht das. Lediglich auffällige, gehäufte Überschreitungen werden ohne Nennung der Personen im regelmäßigen Arbeitsschutzausschuss besprochen, damit ggf. Schutzmaßnahmen eingeleitet werden können.

zurück zur Übersicht

Autor: