Konsequenz und Akzeptanz von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

Die konsequente Umsetzung von Vorschriften und Regeln der Arbeitsschutzgesetze und Verordnungen werden von einer breiten Basis als Beitrag zur Sicherheit der Beschäftigten bei der Arbeit akzeptiert und eingehalten. So haben sich Verhaltensregeln und Anweisungen, z. B. die Freischaltung von Anlagen vor Arbeitsbeginn oder das Betreten der Anlage nur mit vorgeschriebener PSA, etc. durchgesetzt, sind in „Fleisch und Blut“ übergegangen und haben sich mit der Zeit zu einem positiven Muster für sicherheitsgerechtes Verhalten entwickelt.

Aber auch der Gesundheitsschutz der Beschäftigten wird in der Arbeitsschutzgesetzgebung explizit mit gleicher Wertigkeit angesprochen, aber in manchen Bereichen – zumindest gefühlt – nachrangig betrachtet und weniger konsequent umgesetzt. Beispiel Nichtraucherschutz: Jeder Beschäftigte hat einen Rechtsanspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz und der Arbeitgeber ist gem. ArbStättV verpflichtet, die hierzu erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Dazu gehört nicht, spezielle Raucherräume, -zonen, -points einzurichten. Die Gesetzgebung zielt dabei eindeutig auf den Schutz der Nichtraucher ab; sie will nicht Raucher zu Nichtrauchern umerziehen.

Die konsequente Umsetzung dieser gesetzlichen Vorgabe im Betrieb lässt jedoch ein erhebliches Konfliktpotential erkennen. Nur eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema kann den Interessen beider Gruppen der Belegschaft gerecht werden, einen Interessenkonflikt vermeiden helfen und zur Akzeptanz des Nichtraucherschutzes als Beitrag des Gesundheitsschutzes aller Beschäftigten beitragen.

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