Wenn Stress aufkommt, ist die unsichere Arbeitspraxis nicht weit!

Die Vorbereitungen zum Montageeinsatz wurden sorgfältig getroffen, Werkzeug und Material sind vor Ort, die Arbeitsabläufe sowie der Zeitplan sind allen Kollegen bekannt. Routine bestimmt das Geschehen auf der Baustelle. Tagesgeschäft. Was soll da schiefgehen? Es wurde doch an alles gedacht!

In unserer komplexen Arbeitswelt funktioniert leider nicht alles so, wie wir es geplant haben. Häufig beeinflussen nicht vorhersehbare Ereignisse den Ablauf einer Standardsituation. Der Mobilkran trifft mit Verspätung auf der Baustelle ein, ein Fehlalarm zwingt zum vorübergehenden Verlassen des Gebäudes, Verkehrswege oder Transportwege wurden verstellt, der Lastenaufzug ist defekt, etc. Diese oder ähnliche
Ereignisse geschehen Tag für Tag. Im Ergebnis führen diese Störungen dann dazu, dass der Montagezeitplan aus den Fugen gerät und die Arbeit Gefahr läuft, nicht wie geplant fertiggestellt werden zu können. Unsicherheit und Hektik greifen um sich und überlegtes, sicherheitsgerechtes Arbeiten hat häufig das Nachsehen.

Die Maßnahmen, die in solchen Situationen – durchweg mit der positiven Absicht, den gesteckten Zeitrahmen nicht zu überschreiten – ergriffen werden, dürfen sich jedoch nicht von Stress und Hektik leiten lassen. Eine schnelle, aber gefährliche Arbeitspraxis ist keine Alternative. Sicherheit geht vor, auch und gerade in einem von Eile und Termindruck getriebenem Umfeld. Der Zeitverlust kann nicht mehr aufgeholt werden. Das ist ärgerlich und kann in der Folge zu weiteren Betriebsstörungen führen. Schlimmer wäre es aber, wenn in der Folge einer unsicheren Arbeitspraxis ein Unfall geschieht. Die Schmerzen, das Leid und ggf. die Folgen des Unfalls können nicht beziffert werden. Gerade in solchen Situationen muss der Leitsatz gelten:

Wir machen keine Arbeit, die nicht sicher durchgeführt werden kann!

zurück zur Übersicht

Autor: