Repräsentative Beprobung von Biomasse
Heizwert, Feuchtegehalt, Aschegehalt und Schadstoffgehalt entscheiden bei Biomasse unmittelbar über Anlagenertrag und Emissionsverhalten. Die Biomasseverordnung und das Bundes-Immissionsschutzgesetz schreiben deshalb eine regelmäßige Beprobung des eingesetzten Brennstoffs vor, ergänzt durch die Normen DIN EN ISO 18135 für die Probenahme sowie DIN EN ISO 14780 für die Probenaufbereitung von biogenen Festbrennstoffen. Vor dem Hintergrund steigender CO₂-Preise und strengerer Umweltauflagen wird die lückenlose Dokumentation der Brennstoffqualität für Betreiber zunehmend zur wirtschaftlichen Notwendigkeit.
In einem Biomassekraftwerk sollte der Brennstoff, eine Mischung aus Holzhackschnitzeln und Landschaftspflegeabfällen mit stark schwankender Partikelgröße, direkt vor der Verfeuerung beprobt werden. Am vorgesehenen Einbauort stand nur eingeschränkt Bauraum zur Verfügung, die bestehende Stahlbauumgebung ließ die Integration eines Probenehmers ohne größere Anpassungen nicht zu. Wir haben die Probenahme mithilfe eines Dreharmprobenehmers direkt in eine bereits bestehende Übergabe integriert, kombiniert mit einer platzsparenden Änderung des vorhandenen Stahlbaus statt eines kompletten Neubaus.
Auch für die individuell nachgelagerten Probenverarbeitungsprozesse bieten wir angepasste Konzepte, etwa zur Reduzierung der Staubbildung oder zur Anpassung von Probenahme und -förderung an kundenspezifische Prozesse im weiteren Probenhandling.
Diskontinuierliche, bedarfsgerechte Probenahme wie diese gehört zu unserem Kerngeschäft: Wir passen Probenahmehäufigkeit, Probenmenge und Einbausituation individuell an das jeweilige Material und den jeweiligen Prozess an, statt auf Standardtechnik zu setzen.
Ein paar Fakten zu unserem Projekt:
- Förderleistung der Anlage von max. 9,5 t/h
- Anzahl am Projekt beteiligter Rosköpfe: 8 - vom technischen Projektmanagement über die Konstruktion bis zum Montageteam
- Circa 4,5 Tonnen an Material in Form von Stahlteilen und Maschinen wurden insgesamt verbaut